Übernahme statt Fremdvergabe!

LeiharbeiterInnen fordern Übernahme durch das AKH

Dem schlechten Wetter zum Trotz versammelten sich rund 60 TeilnehmerInnen am Vormittag des 25. Juli  zu einer Kundgebung beim Wiener Rathaus. Ihre Forderung: Übernahme statt Fremdvergabe. Denn rund 350 LeiharbeiterInnen, die derzeit im Allgemeinen Krankenhaus für die Reinigung zuständig sind, fürchten um ihre Jobs. Statt der Leiharbeitskräfte soll künftig eine Firma aus dem Reinigungsgewerbe zum Einsatz kommen.

Die Hoffnung auf adäquate Weiterbeschäftigung durch die Leiharbeitsfirma AGO selbst ist gering. Im günstigsten Fall könnten die Betroffenen vielleicht beim künftigen Auftragnehmer des AKH unterkommen, allerdings zu deutlich schlechteren Bedingungen. „Kollektivvertrag für die Arbeitskräfteüberlassung und Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, die Lohnniveau und Gleichstellungsrechte absichern, wären dann nicht mehr anwendbar“, erläutert AGO-Betriebsratsvorsitzender David Lang. Weiterlesen

Ein Ausschnitt aus unserem Problem

Das AKH Wien plant eine Umstellung des Reinigungsbetriebs von Leiharbeit auf Fremdvergabe. Die Neuausschreibung des Reinigungsauftrags für externe Reinigungsfirmen wird demnächst anlaufen bzw. hat zum Teil schon begonnen. Dadurch kommen auf die LeiharbeiterInnen in der Reinigung massive Verschlechterungen zu. Auch die Qualität und die Gewährleistung einer ordentlichen Versorgung im Krankenhaus sind in Gefahr.

Existenzbedrohung für viele

LeiharbeiterInnen sind seit der letzten Gesetzesnovelle Anfang 2013 in etlichen Bereichen den fest Angestellten zumindest formal gleich gestellt. Durch die Umstellung auf Fremdvergabe an eine externe Reinigungsfirma ist einerseits gar nicht geklärt, ob die neue Firma die bestehenden Beschäftigten übernimmt. Andererseits sind Kollektivvertrag und Arbeitsbedingungen bei Reinigungsfirmen deutlich schlechter und alleine durch die zu erwartende niedrigere Entlohnung für viele KollegInnen existenzbedrohend. Weiterlesen