AKH kündigt hunderte Leiharbeiter

AGO-Beschäftigte werden wie Abfall entsorgt

Ende Jänner ist es so weit: die Kündigungen beginnen. Im ersten Schritt sollen bis Sommer 350 Reinigungskräfte, die im Wiener AKH als LeiharbeiterInnen der Firma AGO eingesetzt sind, vor die Türe gesetzt werden. Weitere Verträge, von denen bis zu über tausend ArbeiterInnen und Angestellte betroffen sind, stehen vor der Kündigung. Den LeiharbeiterInnen sollen Beschäftigte von Reinigungsfirmen nachfolgen: mit noch schlechterer Bezahlung und noch mehr Druck am Arbeitsplatz. AGO-Betriebsratsvorsitzender David Lang: „Unsere KollegInnen werden auf die Straße gesetzt, weil sich Gemeinde Wien und AKH offenbar weder am Wohl der Beschäftigten noch der PatientInnen orientieren.“

„Die Personal- und Gesundheitspolitik der Stadt Wien und des AKH ist alles andere als ein Grund zur Freude“, stellt AGO-Betriebsratsvorsitzender David Lang fest. Und weiter: „Unsere KollegInnen, die ohnehin schon in prekären Verhältnissen leben und arbeiten, sollen für die absurden Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich büßen.“

Denn es ist die essentielle Qualität des Krankenhausbetriebs in Gefahr, ist doch zu befürchten, dass aus Kostengründen auf unerfahrenes und erst einzuschulendes Personal orientiert wird, was zu einem Qualitätsverlust und einer Gefährdung der Patienten führen kann. „Es ist jetzt schon vieles sehr schwer hier. Mit dieser Personalpolitik wird die öffentliche Gesundheitsversorgung aufs Spiel gesetzt!“, stellt Lang besorgt fest.

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